Die Luneplate

Bilder: nord24; bremenports

 

Die Luneplate ist ein Naturschutzgebiet mit einer Gesamtfläche von ca. 1400 ha im Süden Bremerhavens, bestehend aus einzigartigen Naturräumen für Flora und Fauna. Es umfasst das gesamte EU-Vogelschutzgebiet Luneplate, die naturschutzfachlich wertvollsten Flachwasser-, Watt und Uferbereiche des FFH-Gebietes „Weser bei Bre­merhaven“ sowie wertvolle Grünland- und Auenstrukturen der alten Weser.

 

Ausgewiesen als Naturschutzgebiet wurde die ehemalige Weserinsel, die im Norden vom Hauptstrom der Weser und im Süden vom ehemaligen Weserarm „Alte Weser“ begrenzt wird, im Jahr 2015 - als ökologische Ausgleichsfläche im Zuge der Erweite­rung des Container-Terminals 4 durch die Firma bremenports.

 

Die Luneplate setzt sich aus den Naturräumen: Marschgrünland, Wattflächen und Tidepolder zusammen. Das Marschland wird extensiv bewirtschaftet. Hier grasen Galloway-Rinder und Wasserbüffel. Sie garantieren eine kurze Grasdecke und fressen Pflanzen, die Brut- und Nistvögel schädigen würden. Der Tidepolder bildet eine künst­lich angelegte Überflutungsfläche, die tiefer liegt als das Weserhochwasser. So wird diese Fläche zweimal täglich überspült und bietet, an derartige Gegebenheiten ange­passten Tieren und Pflanzen, einen Lebensraum. In den Wintermonaten finden mehr als 10.000 Vögel in den Flachwasserbereichen Platz zum Rasten und Schlafen.


Besucher können die Tierwelt ungestört über Rundwege – zu Fuß oder mit dem Fahr­rad-  und verschiedene Beobachtungsanlagen, wie z.B. einem Aussichtsturm oder von einem Beobachtungsversteck aus, betrachten. Die Umsetzung dieses Naturerlebnis­konzepts war neben kommunalen Mitteln nur durch den Einsatz von zusätzlichen EFRE-Mitteln möglich. Diese EU-Finanzierungshilfen beliefen sich hierbei auf eine Gesamtsumme von 152.228,78
€.